Titel der AG Jahrgang AG-Leiter*innen Wochentag

Streitschlichtung

9/10 Frau Voßen/Frau Penzel montags

Stolperstein

7-10 Frau Höltgen/Herr Kamann donnerstags

Schulgarten

5-8 Frau Veit mittwochs

Schulsanitäter

8-10 Frau Hög dienstags

Fotografie

5-10 Herr Plück freitags

Sporthelfer

5-10 Herr Tchorz/Frau Bührs donnerstags

Französisch (Delf)

8 Frau Diener dienstags

Umwelt

9/10 Herr Kamann donnerstags

Medienscouts

8/9 Herr Blum/Frau Hög montags

 

„Der hat mich geärgert!“ „Immer lästert sie über mich!“ „Geh nicht immer an meine Sachen!“ – Probleme und Streitigkeiten passieren leider manchmal und erst recht dann, wenn man jeden Tag sechs Stunden und mehr zusammen ist und sich dies leider auch nicht aussuchen kann. Um die Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu erziehen, haben wir an unserer Schule seit vielen Jahren das Streitschlichterprogramm installiert. Zwei vom DRK ausgebildete LehrerInnen zeichnen sich hierfür verantwortlich. Durchgeführt wird die Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs. Diese durchlaufen eine spezielle Streitschlichterausbildung in Form zweier Blockseminare. Hier lernen unsere Streitschlichter nicht nur Gesprächsstrategien kennen, sondern auch das erprobte Beratungskonzept, das ihrer Arbeit den professionellen Rahmen gibt. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen können in jeder Pause Kontakt zu den Streitschlichtern aufnehmen, ihr Problem schildern und einen Lösungsweg erarbeiten, der vertraglich gebunden ist. Dies erfolgt vertraulich in einem angenehmen Setting, unserem Streitschlichterraum.

Du bist engagiert und ein Teamplayer? Du magst Sport und übernimmst gerne Verantwortung? Dann werde Sporthelfer!

Sporthelferinnen und Sporthelfer kannst du werden, wenn du 13 Jahre alt bist. Du durchläufst eine Ausbildung, die 30 Lerneinheiten umfasst und die du mit einem Zertifikat abschließt. Gemeinsam mit einem Sportlehrer oder einer Sportlehrerin kannst du dich dann beispielsweise bei Sportfesten oder anderen sportlichen Veranstaltungen engagieren. Außerdem organisierst du an der Melli den Pausensport und gestaltest das sportliche Leben an unserer Schule mit. Doch du hast noch mehr davon, denn du kannst mit einem weiteren Fortbildungsbaustein und Aufbaumodulen sogar Übungsleiter werden. Interesse geweckt? Dann wende dich an Frau Bührs oder an Herrn Tchórz.

Die einwöchige AG findet unter der Leitung von Frank Plück (Werbefotograf) statt und beschäftigt sich zunächst mit den unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten verschiedener Kameras. Dabei wird den Jugendlichen vermittelt was eine Zeit/Blende-Kombination ist und wie, wann, für welchen Bereich und für welche Lichtquellen man sie anwendet. Die Nachwuchsfotografen erhalten ein Verständnis für die technischen Voraussetzungen, die für ein kreatives Fotografieren wichtig sind.

Im Jahr 2016/2017 erhielt die AG den RWW Kulturpreis in der Kategorie Bildende Kunst, mit dem gewählten Thema „Lebendige Farbe im Dunkeln“.

Neben dem Fotografieren und Entwickeln von Schülerarbeiten der AG werden in der Melli Ausstellungen geplant, konzipiert und durchgeführt, die Fotos für die Gestaltung des Schulplaners (z. B. für das Jahr 2017), für Einladungskarten zu Ausstellungen oder auch für Mellikarten (Melliday) verwendet.

 

Unser Jahr 2017/12018: Auf den Punkt 1 reduziert

https://www.eye-land.org/projekt.htm?id=27

 

Das Jahr 2018/2019: "Alles eine Farbe"

Zu Beginn des Projektes wurde eine Ausschreibung für eine Foto-AG erstellt. Zu einem angesetzten Termin erschienen dann Schüler*innen, die Interesse hatten an dem Projekt teilzunehmen. Organisiert wurde die AG von dem Werbefotografen Frank Plück und dem Schulsozialarbeiter Philipp Blaschke. Es meldeten sich anfangs circa 30 Schüler*innen, aus dem Klassen 5. – 10. an. Zum Projektstart besuchten wir mit den Schüler*innen die Verleihung des Jugendkulturpreises in Neuss, bei welchem Jugendliche aus verschiedenen Institutionen kreative Projekte vorstellten. Dies sollte den Schüler*innen einen Anreiz für mögliche Ideen innerhalb des Projektes „Alles eine Farbe“ geben.

Die Arbeitsgemeinschaft fand regelmäßig wöchentlich statt. Es folgten in der AG mehrere Ausflüge wie zum Beispiel der Besuch der Ausstellung „Die Geste“ und der Besuch im „Neanderthal Museum“. Außerdem gab es einen kulturellen Nachmittag, an welchem alle Kinder etwas aus ihrem Heimatland mitbringen durften. Hier wurden Speisen, Geschichten, Kleidungsstücke, aber auch Spiele mitgebracht. Frank Plück erklärte den Schüler*innen die Umgehensweise mit der Kamera und überließ ihnen diese auch für die Dauer der Arbeitsgemeinschaft. Die Schüler*innen ließen ihrer Kreativität mit der Kamera freien Lauf und probierten aller Hand aus. Sie wurden unter anderem kreativ mit Farben, Tüchern, Neonlicht und anderen Hilfsmitteln. Heraus kamen unterschiedliche Bilder, sodass sich die Schüler*innen für eine Ausstellung einzelne ihrer gemachten Bilder aussuchen mussten. Es wurden verschiedene Bilder nach den Ideen der Kinder erstellt, welche in eine Ausstellung kamen. Die Schüler*innen wurden in alle Entscheidungsprozesse mit eingebunden. So wurde gemeinsam beschlossen, welche Ausflugsziele besucht werden oder welche Materialien in der nächsten Foto-AG Stunde benutzt werden sollten. Die Schüler*innen waren auch an dem Entscheidungsprozess beteiligt, welche Bilder für eine Ausstellung verwendet werden und welchen Text die Bilder erhalten sollten. Darüber hinaus durften die Schüler*innen mitentscheiden, dass eine Ausstellungseröffnung zuerst innerhalb der Schule stattfinden sollte. Wir haben es im Laufe des Schuljahres geschafft, verschiedene Kulturen kennen zu lernen. Hierbei stieg die Akzeptanz aller Schüler*innen untereinander. Sie bekamen alle einen Einblick in die verschiedenen Kulturen ihrer Mitschüler*innen und konnten so etwas über deren Lebensumstände, Bräuche, Religionen und Sitten erfahren. Im Laufe des Schuljahres entwickelten sich so Freundschaften, welche sowohl klassen- und altersübergreifend, als auch kulturübergreifend waren. Durch das Projekt haben ganz besonders Seiteneinsteiger*innen profitiert, da diese durch das Projekt einen sozialen Anschluss erhalten haben. Hier entstandene Freundschaften, welche auch über den AG-Zeitraum hinausgingen. Schüler*innen trafen sich in der Hofpause und spielten dort gemeinsam, verabredeten sich aber auch noch nach dem Schulunterricht zu Hause. Aber auch der „Regelschüler“ profitierte von vielen verschiedenen kulturellen Eindrücken und baute so Vorurteile ab. Zusätzlich zu den Ausstellungsbildern haben wir uns gemeinsam mit den Schüler*innen darauf geeinigt, Postkarten mit den einzelnen Ausstellungsbildern drucken zu lassen, damit diese mehr Menschen beim Weiterreichen erreichen können. Die Arbeitsgemeinschaft „Foto-AG“ war im letzten Schuljahr ein voller Erfolg. Die Schüler*innenfragten schon am Ende des Schuljahres nach weiteren Projekten für das kommende Schuljahr. Das Projekt wurde mit Mitteln von Wegbereiter/RuhrFutur finanziert und ist im Juni 2019 ausgelaufen. Die Arbeit mit den im Projekt entstandenen Bildern geht in der Foto-AG jedoch weiter. So sollen die Postkarten verteilt und die entstandene Ausstellung als Wanderausstellung in verschiedenen öffentlichen Institutionen gezeigt werden. Unsere Schüler*innensind durch das Projekt nachhaltig geprägt worden und haben sowohl Toleranz als auch Akzeptanz gegenüber ihren Mitmenschen entwickeln können. Zur Zeit hängt die Ausstellung in der Schulaula und ist für alle Schüler*innen der Schule frei zugänglich. Außerdem hoffen wir, dass die Ausstellung in Form einer Wanderausstellung noch viele Menschen erreichen wird und so zum Nachdenken und Umdenken anregt. Als nächstes ist es geplant, dass die Ausstellung im Mülheimer Rathaus gezeigt wird.

Der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU) an der Melli ist ein zusätzliches Angebot des Landes NRW für Schüler*innen bis zur zehnten Klasse und wird von Frau Spanò geleitet. Mehrsprachig aufgewachsene Kinder, die über Grundkenntnisse verfügen, können dienstags und mittwochs in der Zeit von 13:30 - 18:30 Uhr den Unterricht besuchen. Das Ziel ist hier, dass die Schüler*innen in ihrer Herkunftssprache lesen, sprechen und ihre schriftliche Ausdrucksfähigkeit verbessern. Auch das Lernen von Grammatikregeln ist wichtig, doch die Freude am Sprechen und Lernen sind die Voraussetzungen für die Teilnahme.

Die Anmeldung zum HSU - Italienisch erfolgt über ein Anmeldeformular im Sekretariat unserer Schule. Für ausführlichere Informationen steht Frau Spanò gerne zur Verfügung und ist über folgende Kontaktdaten zu erreichen:

Mobil: +49 15239515008

E-Mail: spano_tania@yahoo.it

Menschen, die man vergisst, sterben ein zweites Mal

Bist Du auch schon einmal über eine dieser 10x10 cm großen Messingplatten auf dem Bürgersteig "gestolpert“ und hast Dich gefragt, was die Namen und Zahlen darauf bedeuten sollen?
Nun, genau das möchte die Stolperstein Wanderausstellung „Menschen, die man vergisst, sterben ein zweites Mal“, die am 30.01.2010 feierlich von der Oberbürgermeisterin eröffnet wurde, erklären. Die Idee zu den Stolpersteinen hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig. Er fertigt die Messingplatten an und verlegt sie vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordert wurden. In Mülheim gibt es zur Zeit über 80 dieser Stolpersteine.

Im November dieses Jahres soll der 100. Stolperstein verlegt werden. Einer dieser Steine erinnert an Juliane Tobias. Sie war Mülheimer Bürgerin und wurde während des Zweiten Weltkriegs nach Riga deportiert und dort ermordert. Ihr Schicksal haben die Mitglieder der Stolperstein AG recherchiert und in ihrer Wanderausstellung portraitiert.

Neben Stellwänden, die von Juliane Tobias und den anderen Menschen, für deren Stopersteine Schülerinnen und Schüler unserer Schule Patenschaften übernommen haben, erzählen, gibt es Informationen zum Künstler Gunter Demnig, einen Film, der die Gedanken und Gefühle einiger Schüler zu den Stolpersteinen zeigt, und ein Interview mit Jacques Marx, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen.
Ein Highlight der Ausstellung ist eine Installation, die in Zusammenarbeit mit unserem Kunstlehrer Peter Flach entstanden ist. Sie besteht aus 30 Holzstehlen, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Außerdem zeigt die Ausstellung einen original Stolperstein, der uns von Gunter Demnig zur Verfügung gestellt wurde.

Damit unsere Ausstellung eine richtige Wanderausstellung werden kann, suchen wir noch interessierte Kirchengemeinden, Altenheime und andere Organisationen, die die Ausstellung in ihren Räumlichkeiten präsentieren möchten. Bitte im Sekretariat melden.

Die Stolperstein-AG

Die AG beschäftigt sich mit den lokalen Mahnmalen, die an Opfer aus der NS-Zeit erinnern. Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe stellen dabei Recherchen an, nehmen an Stolpersteinverlegungen teil, interviewen Beteiligte und Zeitzeugen, besuchen das Stadtarchiv und entwerfen eine Wanderausstellung. Bei der Recherche stießen die Schülerinnen und Schüler der AG auf den Namen Elfriede Löwenthal. Sie war Lehrerin an der ev. Schule an der Mellinghofer Straße (heute: Realschule an der Mellinghofer Straße). Den Link zu ihrer ausführlichen Biografie finden Sie hier. Ab 1933 wurde der jüdischen Lehrerin das Arbeiten an dieser Schule untersagt. Sie wurde mehrfach versetzt bis sie schließlich im Juli 1942 deportiert wurde. Zu ihrem Gedenken verlegten die Schülerinnen und Schüler der AG einen Stolperstein vor ihrer Schule.
Die Stolperstein-AG trifft sich donnerstags in der siebten Stunde. Bei Interesse bitte sich bei Frau Höltgen oder Herrn Kamann melden.
Die aktuellsten Informationen finden Sie im Internet unter .

Unsere Wanderausstellung wurde am 30.01.2010 am Tag der offenen Tür in unserer Aula feierlich eröffnet. Von der Eröffnung wurde in der Presse berichtet.

Wollen Sie der Wanderausstellung in Ihren Räumen ebenfalls einmal einen Platz geben? Melden Sie sich bei uns im Sekretariat.

Wer kennt ihn nicht, unseren kleinen Schulgarten - aber was heißt schon klein? Beim Betreten des Schulhofes fällt der Garten wegen seiner Lage, aber vor allem wegen seiner Pflanzen sofort auf.
Seit wann gibt es unseren Schulgarten schon und wer kümmert sich eigentlich so toll um ihn?
Wenn ihr euch diese Fragen stellt, dann lest doch einfach weiter!

Einen Schulgarten gibt es schon, seit es unserer Schule gibt, jedoch stand dieser in ungefähr derselben Größe wie heute dort, wo jetzt unser Neubau steht. Damals fand noch  viel Unterricht in Pavillons statt, die genau gegenüber unserem jetzigen Neubau standen.

So wie wir ihn heute kennen, existiert der Garten also ungefähr 10 Jahre an seiner jetzigen Stelle.  

Um den Schulgarten kümmern sich mit großem Engagement (mitunter sogar in den Ferien, denn Pflanzen kennen keine Ferien), Frau Veit (mit Unterstützung unseres Hausmeisters Herrn Lück).
Nur im Winter bleibt der Garten mehr oder weniger sich selbst überlassen.
Natürlich arbeitet Lehrerin nicht allein, denn es gibt eine extra AG "Schulgarten", in der sich die Schüler/innen der 5ten bis 10ten Klassen vom Frühjahr bis zum Herbst damit beschäftigen, den Garten schön und unkrautfrei zuhalten.
Wegen der vielen anfallenden Arbeit sind freiwillige Helfer gern gesehen.
Doch was wird dort überhaupt angepflanzt? Zum einen viele verschiedene Blumen wie Rosen, Veilchen, Tulpen.. natürlich auch einige Gemüsesorten wie Karotten, Kartoffeln, Kräuter, ...
Außerdem gibt es auch Erdbeeren und ein paar andere Obstsorten.
Es werden zwar einige Samen und Pflanzen gesponsert - mitunter auch von den Lehrern selber - dennoch sind Spenden immer gerne gesehen.

Achtklässler der Realschule Mellinghofer Straße gingen bei der SIEMENS AG an die Werkbank.

In einem gemeinsamen Projekt der Realschule an der Mellinghofer Straße und der Siemens Professional Education haben 16 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse einen Einblick in verschiedenste technische Berufe erhalten. Im Rahmen einer AG, die Ende Oktober mit einer Werksbesichtigung "im Hafen" begann und mit einer Präsentation der Ergebnisse in der Schule endete, fertigte jeder Jugendliche unter Anleitung von Auszubildenden eine eigene Schubkarre aus Stahl. Durch das Projekt "Nachwuchsförderung Metallberufe" sollen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Arbeitswelt der Metallbearbeitung und der beteiligten Ausbildungsberufe erhalten. So könne sie eine viel sinnvollere und zielgerichtete Auswahl eines Berufes für das in der neunten Klasse stattfindende Betriebspraktikum treffen und einem möglichen dritten Schritt, der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, steht nach solch einer Vorbereitung, dann bestimmt nichts mehr im Wege.

In der Umwelt-AG sind Schülerinnen und Schüler der achten und neuten Klasse aktiv. Sie wurde in diesem Schuljahr neu eingeführt und beschäftigt sich mit allen Fragen, die mit dem Thema Umwelt zu tun haben. Diese reichen von Klimaschutz über Tierschutz, Konsumverhalten, Müll und vielen weiteren Aspekten.

Die Themengebiete stehen nicht getrennt nebeneinander, sondern überschneiden sich vielmehr. So verband unser erster Schulhof-Clean-Up (eine Müllsammelaktion) die Themen Müll, Tierschutz und Konsumverhalten, da nicht nur Müll gesammelt, sondern im Voraus auch recherchiert wurde, welche Folgen die Verschmutzung der Umwelt auf die Lebensräume von Tieren, beispielsweise die Nordsee, haben.

Die Ergebnisse werden nach Abschluss der einzelnen Projekte an der Schule vorgestellt, um die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst vielen zugänglich zu machen.

Kleine Prellungen, blutende Nasen - wo Kinder sind, da passiert auch immer etwas. Schnelle erste Versorgung mit Pflastern, Kühlakkus und Verbänden bekommen unsere Schülerinnen und Schüler durch den Schulsanitätsdienst.

Regelmäßig werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 von der Johanniter Unfallhilfe zu Schulsanitätern ausgebildet - diese Schülerinnen und Schüler treffen sich 1x in der Woche in einer Arbeitsgemeinschaft mit einer Lehrerin und einem Sanitäter der Johanniter. Die AG bietet den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich Wissen in Erster Hilfe anzueignen, dies zu üben und ihre Bereitschaftsdienste in Pausen bzw. während der Unterrichtszeit zu planen. Teamgeist und Spaß kommen dabei natürlich nicht zu kurz!

So haben wir immer Schulsanitäter mit aufgefrischtem Erste-Hilfe-Wissen zur Hand, die ihren Sanitätsdienst in den Pausen machen, falls mal etwas passiert!

Immer hilfsbereit: die Sanitäter

Ein Interview - erschienen in unserer Schulzeitung eRMel (02/06)

eRMel: Habt ihr viel zu tun?
Sanitäter: Eigentlich nicht.
eRMel: Wie viele Fälle habt ihr in der Woche?
Sanitäter: Das ist unterschiedlich, je nach Jahreszeit und Wochentag.
eRMel: Wieso hast du vorhin von Jahreszeit und Wochentag gesprochen?
Sanitäter: Im Winter haben wir natürlich mehr zu tun, weil es glatt ist und mit Schneebällen geschmissen wird.
eRMel: Was sind die häufigsten Verletzungen?
Sanitäter: Das sind Schürfwunden, Kratzer und Prellungen. Die meisten „Patienten“ haben wir in der fünften bis siebten Klasse, weil die Kleinen sich einfach öfter verletzen.
eRMel: Was war denn bis jetzt die schlimmste Verletzung?
Sanitäter: Das war eine Platzwunde am Kopf.
eRMel: Ist es eine Belastung für dich, ein Sanitäter zu sein?
Sanitäter: Es ist für mich keine große Belastung, außer wenn es schönes Wetter ist und ich drinnen sitzen muss.
eRMel: Ist es für dich ein Problem Blut zu sehen?
Sanitäter: Nein, sonst wäre ich kein Sanitäter geworden.
eRMel: Wie viele Sanitäter seid ihr?
Sanitäter: Ca. zehn aus der 9. Klasse und ca. acht aus der 10. Klasse.
eRMel: Wie viele Sanitäter sind immer einsatzbereit?
Sanitäter: Alle Sanitäter sind immer einsatzbereit.
eRMel: Gefällt es euch, Sanitäter zu sein?
Sanitäter: Ja, weil man immer den Schülern gegenüber hilfsbereit ist. Es gibt einem dann das Gefühl gebraucht zu werden.
eRMel: Ich bedanke mich dafür, dass ihr euch für unsere Leser Zeit genommen habt.
Informationen über Schulsanitätsdienste der Johanniter-Jugend  (externer Link)


Die Struktur des Schulsanitätsdienstes

Der Schulsanitätsdienst setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 10 zusammen. Als Nachwuchs werden zum Sommerhalbjahr aus den 7. Klassen neue Mitglieder rekrutiert, die in der Regel im Februar einen Ausbildungskurs bei der Johanniter-Unfall-Hilfe  absolvieren. Ab diesem Zeitpunkt nehmen die „Jungsanitäter“ an den AG-Sitzungen teil und übernehmen in der Folge für den Rest des Halbjahres Pausendienste in Begleitung und unter Aufsicht von erfahrenen Schulsanitätern. Somit kann also immer auf einen Stamm von ausgebildeten und erfahrenen Schulsanitätern aus zwei Jahrgängen zurückgegriffen werden. Im Gegenzug für die Übernahme der Teilnahmegebühren für die Erste-Hilfe-Kurse (beinhaltet die Inhalte der LSM-Kurse), verpflichten sich die Schulsanitäter, für mindestens ein Schuljahr nach Ablauf der Ausbildungszeit am Schulsanitätsdienst teilzunehmen.

Für die Schulsanitäter gibt es zwei Hauptaufgabenfelder:

Erstens übernehmen sie in den Pausen die Erstversorgung von Kranken und Verletzten an der Schule und können in Notfällen dafür auch aus dem Unterricht gerufen werden.
Zweitens nehmen sie an den AG-Sitzungen teil, die jede Woche für eine Schulstunde stattfindet. Inhalt der AG-Sitzungen ist das Aufstellen der Dienstpläne, die Besprechung von Problemfällen, das Üben von lebensrettenden Sofortmaßnahmen und die Besprechung von Organisatorischem.

Darüber hinaus übernehmen die Schulsanitäter die Wartung von Erste-Hilfe-Taschen für Klassenfahrten, Ausflüge und Ähnlichem, verrichten die Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, wie z.B. Sportfesten und sind am Tag der offenen Tür mit einem Informationsstand vertreten.
Aus pädagogischer Sicht verfolgt der Schulsanitätsdienst vor allem soziale Ziele. So werden durch die Übertragung von Verantwortung, das Zutrauen in die eigene Selbständigkeit und das Vertrauen, das den Schulsanitätern entgegengebracht wird, sowohl die Sozialkompetenz als auch das soziale Handeln, gefördert. Dieses sind einige der wichtigsten Aufgaben, die in den Richtlinien und Lehrplänen für die Realschule in NRW, den Einzelschulen des Landes übertragen werden. „Neben den oben aufgeführten sozialen Zielen gehören zu den weiteren Zielvorstellungen:
•    Leistung von professioneller Erster Hilfe bei Notfällen in der Schule, um die Folgen der Unfälle so gering wie möglich zu halten
•    Entlastung des Kollegiums und der Schulleitung sowie hauptsächlich unserer Schulsekretärin
•    Evaluation des bestehenden Schulprogramms
•    Unterstützung der Berufswahl
•   Senkung der Versicherungskosten durch die geringere Inanspruchnahme von Rettungsdiensten: Laut Aussagen der Johanniter-Unfall-Hilfe ist die Zahl der Krankentransporte bei Schulen mit einem gut organisierten Schülersanitätsdienst zum Teil wesentlich geringer als bei Schulen ohne diese Einrichtung: So wurde der Einsatz von Krankentransporten einer Schule in Kleve mit einem Sanitätsdienst von zuvor durchschnittlich 70 auf 25 Transporte pro Jahr gesenkt.
•    Voraussichtliche Abnahme der Simulationsfälle, in denen ein Schüler im Unterricht eine Krankheit vortäuscht, um dem Unterrichtsgeschehen eine Zeitlang zu entrinnen: Die Furcht, dass eine simulierte Krankheit von dem gerufenen Sanitätsdienst als solche entlarvt wird, ist vermutlich zu groß.“ (Staatsarbeit LAA’ Haakmann, 2003)

Die organisatorische Ausgangslage

Der Schulsanitäts ist ein Teil des Schulprogramms und wird von den Schülern und vom Kollegium der Schule als eine wertvolle Einrichtung betrachtet, dessen Bestand langfristig gesichert werden soll.
Die schulgetragene Betreuung hat seit April 2007 Unterstützung von den Jungen Johannitern  bekommen. Eine Ausbilderin steht  den Sanitätern in den AG-Sitzungen zur Seite und kann diese in Fachlichem unterstützen.

Unter den AGs stellt der Schulsanitätsdienst eine Ausnahme dar. Er verfolgt nicht nur einen Selbstzweck wie der Großteil der anderen AGs, sondern leistet darüber hinaus einen Dienst für die Allgemeinheit der Schüler und Lehrer der Schule. Eine Umfrage im Kollegium vor der Einführung des Schulsanitätsdienstes ergab, dass sich nur 21% des Lehrerkollegiums die Rolle des Ersthelfers in Unfallsituationen zutrauen (Staatsarbeit LAA’ Haakmann, 2003). Mithilfe des Schulsanitätsdienstes können die Lehrer auf kompetente Hilfe zurückgreifen, wenn sie in eine Bedarfsituation kommen. Daneben werden die Lehrkräfte entlastet, indem sie auf Erste-Hilfe-Taschen zurückgreifen können, ohne für deren Vollständigkeit durch regelmäßige Prüfungen Sorge tragen zu müssen. Außerdem wird durch den Schulsanitätsdienst eine Anlaufstelle für erkrankte oder verletzte Personen geboten.

Im Schulgesetz für NRW vom Juli 2006 §54 Schulgesundheit Absatz (1) heißt es: „Die Schulgesundheitspflege hat das Ziel, Krankheiten der Schülerinnen und Schüler vorzubeugen, sie frühzeitig zu erkennen und Wege zu ihrer Heilung aufzuzeigen. Die Aufgaben der Schulgesundheitspflege nehmen die unteren Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern wahr.“ Diese Aufgabe der Schule wird durch die Sachkompetenz der Schulsanitäter unterstützt. Frühzeitig können sie Beschwerden erkennen bzw. sachkundige Ersthilfe bei Verletzungen leisten und dadurch mögliche Folgeschäden für die Mitschüler verringern.